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Osteopathie

 

Was ist Osteopathie? 

 

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche alternativmedizinische Heilmethode, in der vor allem manuelle Techniken eingesetzt werden. Vom amerikanischen Arzt A. T. Still vor über 150 Jahren entwickelt, wird sie heute in der ganzen Welt angewendet und gelehrt und ist in den angelsächsischen Ländern schon seit langem Teil des etablierten medizinischen Systems (auch in Kliniken, Spitzensport, Geburtshäuser, uvm). Aus ihr hervor gegangen ist z. B. auch die Craniosacrale-Therapie, die in manchen Ländern mittlerweile bekannter ist als die Osteopathie selbst. 

 

Das Hauptarbeitsmediums der Osteopathen, nämlich die Faszien (das „Bindegewebe“) wurde jahrhundertelang in der Schulmedizinischen Ausbildung vernachlässigt. Seit die moderne Wissenschaft dank neuester Geräte und Verfahren die Faszien als Gegenstand Ihrer Forschungen entdeckt hat und dort ganz neue faszinierende Zusammenhänge des Psychosomatischen Systems des Menschen entdeckt, erfährt die Osteopathie geradezu ein explosives Wachstum weltweit. 

 

„Alles was den Blutstrom daran hindert, welches Organ auch immer zu versorgen, und alles, was den venösen Rückfluss zur Lunge und damit die Reinigung beeinträchtigt, was das lymphatische und das Nervensystem daran hindert, in einer gesunden Umgebung zu funktionieren, trägt zur Krankheit als Gleichgewichtsstörung der Gesundheit bei“. 

 

„Gesundheit ist ein stabiler Zustand und Krankheit eine mechanische Blockade der normalen Flüssigkeitsverteilung im arteriellen, venösen und lymphatischen System“. 

 

Zwei einfach klingende Sätze von A. T. Still - und doch damals wie heute revolutionär. Sie erfordern hohe anatomische und physiologische Kenntnisse.

Aus beiden Sätzen wird auch deutlich, dass die Osteopathie per se ganzheitlich arbeitet, schliesslich befinden sich die Flüssigkeiten und Nerven überall im Körper. Und eben überall - als Stütze, Aufhängung, Verbindung, Schutz, Gedächtnis, uvm. befindet sich das Kontinuum der Faszien. Alle Gefässe, alle Organe, alles Muskeln - ja bis hin zur mikroskopisch kleinen Muskelfibrille – sind in dieses System eingebettet. 

 

Und während die Schulmedizin eher das Organ in den Mittelpunkt ihres Interesses stellt, arbeitet die Osteopathie eher mit der Umgebung des Organs (oder Muskels, oder Gelenks), der „Verkehrsanbindung“ der Organe, ihrer Aufhängung, eben der Faszien. Denn was nützt es, ein erkranktes Organ alleine zu behandeln, wenn die Versorgung (Blut- und Lymphgefässe, Nervensystem) behindert ist, die Aufhängung „beschädigt“, die Architektur gestört ist - z. B. eine Struktur aufgrund eines Unfalles oder einer Dauerfehlbelastung aus ihrem Lot geraten ist, mit Nachbarstrukturen „verklebt“ ist und der Körper dies somit mit seinen unglaublichen Möglichkeiten der Selbstreparatur nicht mehr kompensieren kann. Die Folgen sind Beschwerden aller Art, Bewegungseinschränkung, Müdigkeit, Schmerzen, Infektanfälligkeit etc. bis hin zu ernsthafteren Erkrankungen. 

 

 

Indikation (wo kann die Osteopathie helfen?)

 

Die Osteopathie kann bei jeder Art von Schmerz Abhilfe schaffen. Nicht nur typische Schmerzen des Bewegungsapparates, wie Schulter- Nacken- oder Rückenschmerzen, sondern (und vor allem auch) chronische Schmerzen, die oft undefinierbar, nicht genau lokalisierbar, dumpf und wandernd sind.  

 

Beispiele: 

Schleudertrauma, Migräne, Clusterkopfschmerz,  Sehstörungen, Tinnitus, Herzbeschwerden, Periodenschmerzen, Reizdarm, uvm. 

 

Das Ziel ist es immer, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu stärken. 

 

Bei psychischen Problemen (Emotionale Belastungen, Schock, Depression, PTBS, ADHS, HSP, etc.) kann die Osteopathie unterstützend eingesetzt werden, indem sie mit dem Autonomen Nervensystem (z. B. Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) arbeitet oder durch das Aufgreifen und Regulieren des embryonalen („cranialen“) Rhythmus wieder eine körperlich-geistige-seelische Zentrierung herstellen kann, so dass eine psychotherapeutische Behandlung oft zügiger wirken kann. 

 

In unserer Praxis werden alle Pfeiler der Osteopathie angeboten: 

Parietale-, Viszerale- und die Cranio-Sakrale-Osteopathie